#03 LUTTAI Wirtschaftsmodell

Das im Folgenden skizzierte Wirtschaftsmodell ist provisorisch. Es sind erste Gedanken, wie ein “intelligentes” Wirtschaftsmodell (im Sinne der LUTTAI-Intelligenzdefinition) nach meinen Vorstellungen aussehen könnte. Ich hoffe aber, dass ich bei der Ausarbeitung eines intelligenten Wirtschaftsmodells zusätzliche Unterstützung erhalte, vielleicht von dir?

Falls du eine der folgenden sieben Regeln nicht sinnvoll findest, oder du eine zusätzliche Regel dazuschreiben möchtest, dann lass es mich bitte wissen. Falls du mich überzeugen kannst, werde ich deinen Änderungsvorschlag aufnehmen und auch ausweisen, wer mir geholfen hat, falls du dies möchtest. Ich hoffe, dass wir gemeinsam ein intelligentes Wirtschaftsmodell entwickeln können, welches fair gegenüber allen Mitarbeitenden, fair gegenüber der Menschheit und fair gegenüber der Natur bzw. allen empfindsamen Wesen ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt 😉 

Folgende Grundsätze dienen mir als Leitschnur: 

Die LUTTAI-Intelligenzdefinition dient bei allen Geschäftshandlungen als ethische Leitlinie. Die Förderung des Wohls im Unternehmen, für alle Mitmenschen und für die Natur und damit verbunden das Vermeiden von möglichst vielem Leid ist oberstes Ziel. 

Die ausbezahlten Löhne für alle Mitarbeitenden sollten ein menschenwürdiges Leben ermöglichen, gleichzeitig aber nach oben gedeckelt sein. 

Unternehmen die Gewinne erwirtschaften, verschenken einen beträchtlichen Teil ihres Gewinnes an Firmengründungen, welche nach demselben Wirtschaftsmodell wirtschaften möchten und ausweisen können, dass sie möglichst im Sinne der LUTTAI-Intelligenzdefinition zu handeln versuchen. 

Die Finanzen (Löhne, Einnahmen, Ausgaben, Spesen), die Geschäftspartner*innen und Lieferketten sind öffentlich auszuweisen, um eine möglichst hohe Transparenz zu gewährleisten.

LUTTAI Wirtschaftsmodell:

Stand 30.08.2020:

  1. Das Unternehmen versucht im Sinne der LUTTAI-Intelligenzdefinition zu wirtschaften. 
  1. Die Einnahmen des Unternehmens werden zu Beginn wie folgt verwendet: Zurückzahlen von externen Schulden (z.B. Krediten). Danach zurückzahlen von privat eingebrachtem Vermögen von Unternehmensgründern. Sind alle Schulden abbezahlt, wird das Einkommen gleichmässig (nach Stellenprozenten) auf alle Mitarbeitenden aufgeteilt, bis jede*r Mitarbeiter*in den Landesmedianlohn erhält. Dies entspricht im LUTTAI-Wirtschaftsmodell dem Mindestlohn bei Unternehmen die Gewinne erzielen. 
  1. Die darüber hinaus anfallenden Gewinne werden zuerst genutzt um in der Startphase des Unternehmens nicht bezahlte Arbeitsstunden zum Mindestlohntarif (Landesmedianlohn) an Mitarbeiter*innen zu begleichen. Am Aufbau eines Unternehmens betätigte Mitarbeiter*innen, welche aus idealistischen Gründen ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, sollen damit ihre geleistete Arbeit zurückvergütet erhalten, sobald das Unternehmen gewinnbringend wirtschaften kann. 
  1. Sind alle Schulden abbezahlt und die geleisteten Arbeitsstunden seit der Firmengründung vergütet, und kann jeder*jedem Mitarbeiter*in der Landesmedianlohn ausbezahlt werden, wird der darüber hinaus anfallende Gewinn durch zwei geteilt. 50% dieses Geldes wird nach Abzug von Unternehmenssteuern als Startkapital für Firmengründungen gespendet, welche ebenfalls nach dem LUTTAI-Wirtschaftsmodell wirtschaften möchten. Die restlichen 50% des Gewinnes werden verwendet für Investitionen in die Firma, Rückstellungen und/oder als Bonuszahlungen an die Mitarbeitenden. Dabei beträgt der Maximallohn eines jeden Mitarbeitenden inkl. Firmenleitung das Vierfache des Landesmedianlohns.  
  1. Unternehmen, welche Startkapital in dieser Form geschenkt erhalten, verpflichten sich nach dem LUTTAI-Wirtschaftsmodell zu wirtschaften. Wenn sie aus diesem Wirtschaftsmodell aussteigen möchten sind sie verpflichtet mindestens das erhaltenen Startkapitals an ihre Geber*in zurück zu zahlen, welche das Geld an ein oder mehrere andere Unternehmen vergeben wird.  
  1. Das Unternehmen ist verpflichtet folgende Angaben öffentlich zugänglich zu machen: Geschäftspartner/Lieferketten, alle Einnahmen und Ausgaben inkl. Löhne, Spesenabrechnungen. 
  1. Der Unternehmensbesitz bleibt in Unternehmensbesitz, sollte die Unternehmensleitung abtreten. Die neue Unternehmensleitung wird durch die abtretende Leitung bestimmt oder falls von dieser gewünscht, oder bei vorzeitigem Ableben, demokratisch durch die Mitarbeitenden gewählt. Es soll sich dadurch kein privater Reichtum durch Vererbung anhäufen. 

Okey, dies sind meine ersten Vorstellungen, wie ein sinnvolles bzw. intelligentes Wirtschaftsmodell aussehen könnte. Falls dir etwas auffällt, was du nicht sinnvoll findest, dann lass es mich bitte wissen, damit wir es überdenken können. Vielen Dank bereits jetzt dafür. Bis dahin werde ich nun einmal loslegen und versuchen dieses Modell in die Tat umzusetzen. Bisher habe ich aber noch nie ein gewinnbringendes Unternehmen aufgebaut und ob es mit LUTTAI.com gelingen wird, naja träumen darf man ja. Ich vermute etwas, dass ich nicht der beste Unternehmer bin. Aber vielleicht liest ja jemand anderes mit mehr unternehmerischem Talent dieses Modell und findet gewisse Ansätze sinnvoll und schafft es dann auch noch dies in die Tat umzusetzen. Ich würde mich riesig freuen. Denn das aktuelle, meiner Meinung nach meist verbreitetste Wirtschaftsmodell, welches nach maximaler Gewinnoptimierung und maximalem Reichtum strebt, muss in meinen Augen verändert werden. Zu wenige Menschen profitieren von diesem Modell und zu viele leiden darunter. Hinzu kommt das daraus resultierende, unermessliche Leid unzähliger empfindsamer Wesen und die fortschreitende Zerstörung ihrer und unserer Lebensgrundlage, der Natur.

Lasst es uns besser machen.  

Let us try to act intelligently

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